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Content, Cashback, Preisvergleich, Gutscheine, Deals, Display, Remarketing, CSS, SEA und mehr: Jeder Partnertyp erreicht Kunden an einer anderen Stelle.

Ein Partnerprogramm ist kein einzelner Kanal. Es bündelt viele Partnertypen, die sich in Zielgruppe, Arbeitsweise und Stellung in der Customer Journey unterscheiden. Wer die Typen kennt, kann gezielt die passenden gewinnen und jeden angemessen vergüten.

Content: Magazine, Blogs, Foren, Nischenseiten

Dazu zählen etablierte Magazine und Plattformen mit redaktionellem Schwerpunkt, die teils Vergleiche und Tests veröffentlichen und ein breites Publikum erreichen. Daneben gibt es viele mittelgroße Blogger, die zu ihrem Thema Expertenstatus haben und deren Aussage für Leser Gewicht hat. Auch kleine oder neue Blogger sind interessant: Sie wachsen, und mit ihnen wächst man, wenn man sich früh als Partner etabliert.

Foren werden zwar teilweise von Gruppen in sozialen Netzwerken abgelöst, sollten aber nicht unterschätzt werden. Große Foren sammeln Menschen mit gemeinsamem Thema und haben ähnlich wie Blogger einen Expertenstatus. Nischenseiten berichten nur über ein Produkt oder einen Produkttyp, etwa Hi-Fi-Boxen oder Rasenmäher.

Bei Contentseiten liegt der Schwerpunkt meist nicht auf dem Abverkauf. Interessenten informieren sich dort vor dem Kauf, oder die Seite weckt erst das Bedürfnis. Content steht damit früh in der Customer Journey, was bei Provisionsmodell und Vergütung zu berücksichtigen ist, siehe Das Provisionsmodell.

Cashback und Loyalty

Cashback-Anbieter schreiben dem Kunden für eine Interaktion einen Geldbetrag gut. Kauft der Kunde über das Portal im Shop ein, erhält er einen Teil seiner Ausgaben zurück. Das Portal gibt also einen Teil seiner Provision weiter. Bonusprogramme zahlen kein Geld aus, sondern vergeben Punkte, die auf dem Portal oder in beteiligten Shops eingelöst werden.

Der Vorteil liegt in der Kundenbindung. Über gezielte Sonderaktionen lassen sich außerdem Neukunden gewinnen. Beides gehört in die Kalkulation des Provisionsmodells.

Preisvergleich

Preisvergleiche stellen Produkte nach dem Preis nebeneinander. Bekannte Beispiele sind Idealo und Geizhals. Sie zeigen den Anbieter mit dem besten Gesamtpreis inklusive aller Kosten. Für die Zusammenarbeit brauchen sie Produktdaten mit allen relevanten Informationen, siehe Produktdatenfeed. Ein gepflegter Feed kann ein Vorteil sein, zum Beispiel wenn alle Shops denselben Preis verlangen.

Gutscheinseiten

Gutscheinseiten gehören zu den bekanntesten Partnermodellen. Sie bieten Gutscheine für bestimmte Shops, die Versandkosten sparen, einzelne Produkte rabattieren oder den ganzen Warenkorb vergünstigen. Ihren Traffic beziehen die Portale meist über SEO und SEA, denn sie ranken für viele Shopnamen, aber auch für allgemeine Begriffe. Regeln für Codes und Gutscheinmissbrauch stehen unter Aktionen und Gutscheine und Missbrauch erkennen und Marke schützen.

Deals

Deal-Partner haben sich auf Sonderangebote spezialisiert und zeigen ihren Besuchern viele Angebote. Eine Redaktion pflegt sie meist und prüft, wie relevant und gut ein Angebot wirklich ist. Wer hier gelistet werden will, braucht echte Aktionen mit Vorlauf.

Display

Display Marketing ist der Einkauf und die Vermarktung von Werbeplätzen auf Webseiten. Partner dieses Typs bieten eigene Plätze an oder kaufen gezielt Plätze ein und spielen dort Banner aus Ihrem Programm aus. Die Streuung ist groß. Die Anforderungen an Formate und Banner stehen unter Displaybanner.

Remarketing

Remarketing ist gezielte Displaywerbung für Nutzer, die den Shop schon besucht oder dort gekauft haben. Die Nutzer werden markiert und sehen zum Beispiel Werbung oder passende Angebote auf Basis der betrachteten Artikel. Weil diese Besucher ohnehin kaufnah sind, ist zu prüfen, ob ein Abschluss ohne den Partner ausgeblieben wäre. Das gehört in die Vergütung.

CSS-Partner

CSS steht für Comparison Shopping Service. CSS-Partner betreiben einen Preisvergleich und kaufen damit Google-Shopping-Anzeigen ein. Sie senden Besucher direkt zum Shop, ohne dass der Kunde den Preisvergleich überhaupt besuchen muss. Auch dafür ist ein guter Produktfeed die Grundlage.

SEA-Affiliates

SEA-Affiliates schalten Google Ads auf eigene Rechnung für Händler und refinanzieren sich mit Gewinn über die Provision. Diesen Partnern sollten Sie den Markennamen nicht freigeben, auch nicht in Kombinationen. Auf Markenbegriffe sind die Klicks meist so günstig, dass es für den Shopbetreiber effizienter ist, sie selbst zu schalten. Halten Sie das in den Programmbedingungen fest.

Virtual Currency

Das ist eine Abwandlung von Cashback. Kunden erhalten Boni oder Geld in einem Spiel, wenn sie im Shop eine Aktion ausführen, zum Beispiel ab einem bestimmten Betrag einkaufen.

Agenturen und Offline

Agenturen schalten Anzeigen etwa in Suchmaschinen auf Erfolgsbasis für Sie. Theoretisch lassen sich auch Offline-Partnerschaften über ein Partnerprogramm abbilden.

Auf einen Blick

TypStellung in der Customer JourneyWichtig bei der Vergütung
Contentfrüh: informiert, weckt BedürfnisBeitrag am Anfang der Reise berücksichtigen
Cashback, Loyaltyspät: Kunde kauft ohnehinWeitergabe an Kunden einrechnen, Neukunden-Aktionen
Preisvergleich, CSSkaufnahFeed-Qualität, Gesamtpreis
Gutscheine, Dealsspät, oft am Ende der ReiseCodes und Aktionen regeln
Display, RemarketingStreuung bzw. kaufnahZusatznutzen prüfen, Kannibalisierung beachten
SEA-AffiliateskaufnahMarkenbegriffe ausschließen